Budapest / Ungarn  
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Esztergom  / Ungarn  
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Pécs  / Ungarn  
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Sopron / Ungarn  
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Das ist eine deformierte Souveränität, aber es ist unsere Souveränität, die Souveränität von Belarus. Wroc³aw-Breslau / Polen  
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Kiev / Ukraine  
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Moskau / Russland  
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Sankt Petersburg / Russland  
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Tallinn / Estland  
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Saaremaa / Estland  
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Tartu / Estland  
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Riga / Lettland  
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Jelgava / Lettland  
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Daugavpils-Dünaburg / Lettland  
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Vilnius / Litauen  
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Kaunas / Litauen  
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Kurische Nehrung / Litauen  
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Kaliningrad-Königsberg / Russland  
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Masuren / Polen  
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Gdañsk-Danzig / Polen  
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Puszcza Bia³owieska / Polen  
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Böhmerwald / Tschechien  
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Prag / Tschechien  
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Hohe Tatra / Slowakei  
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Diese stammen aus Wikipedia und sind gemäss Creative Commons Lizenz "CC-BY-SA 3.0" frei wiederverwendbar.



Über 20 Jahre im Dienst der Information

Privater, politisch unabhängiger Presse-Blog zum Thema Osteuropa und Russland
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Neue Rubrik auf osteuropa.ch: PUTIN-LEXIKON
Neue Rubrik auf osteuropa.ch: PUTIN-REDEN
Neue Rubrik auf osteuropa.ch: SOVETICA

 

 

Topthemen des Monats Mai 2019:

 

Osteuropa im 30. Jahr nach dem Fall des Kommunismus:
Ist der Rechtsstaat in Osteuropa noch zu retten?
In früheren kommunistischen Staaten wird die Gewaltenteilung zunehmend ausgehölt.  In Ost- und Südosteuropa machen sich selbst Regierungen offen daran, Justiz und Medien unter ihre Kontrolle zu bringen, die Rechte von Minderheiten und der Opposition dem Willen und der Macht der vermeintlichen Mehrheit unterzuordnen. Demokratische Grundprinzipien wie die Gewaltenteilung scheinen 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Osten keineswegs mehr unumstritten. Als besonders gefährdet beim "Umbau" des Rechtssystems gelten Ungarn und Polen. Neuerdings sind solche Tendenzen auch in Tschechien und Rumänien zu beobachten. In Bulgarien ist die Situation ebenfalls labil, ganz zu schweigen von einigen ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens, die im rechtsfreien Raum zu schweben scheinen. Die EU in Brüssel versucht zwar, mit entsprechenden Rechtsverfahren gegen diese Länder diesen Trend aufzuhalten, bisher meist ohne Erfolg. Korruption ist ein anderes grosses Thema in diesen Ländern. Kritiker dieser Zustände und der herrschenden Regierungen, die teilweise mit der Mafia und Russland verbunden sind, werden kaltblütig unterdrückt und rechtlich verfolgt; unabhängige Journalisten werden skrupellos zum Schweigen gebracht; einige von ihnen wurden sogar ermordet. Während in Ungarn und teilweise in Polen der Zug abgefahren zu sein scheint, verbinden die Bürger der Slowakei mit der Wahl einer neuen Präsidentin Hoffnungen für eine bessere Zukunft. In Kroatien werden Flüchtlinge völkerrechtswidrig abgeschoben und in Albanien herrscht seit Monaten Aufruhr gegen die regierende Partei. Was ist in Ost- und Südosteuropa eigentlich los?

Rechtsstaat in Osteuropa in Gefahr
https://www.tagesspiegel.de/politik/osteuropa-rechtsstaat-unter-druck
https://www.sueddeutsche.de/politik/europaeische-union-rechtsstaat-in-gefahr
https://www.n-tv.de/politik/Rechtsstaat-ist-in-Gefahr
https://www.dw.com/de/rechtsstaat-in-gefahr-polen-am-eu-pranger
Rumänien: Zweikampf um den Rechtsstaat
Ungarn: Wie die Fidesz-Regierung ihre Kritiker einschüchtert
Proteste gegen neue Justizministerin in Tschechien

Slowakei: Neue Präsidentin, neue Hoffnungen
Polnische Richterin Gersdorf wegen ihres Muts ausgezeichnet
Ukraine: Der vergebliche Kampf gegen die Korruption
Neue Gewaltproteste in Albanien

Kroatien verstösst gegen Völkerrecht bei Rückschaffung von Flüchtlingen
70 Jahre Grundgesetz

 

Ukraine & Russland:
"Putin hat viele Menschen töten lassen und hat viel Geld gestohlen"
Die Osteuropa-Historikerin Anne Applebaum wollte in ihrem neuen Buch "Roter Hunger" den Holodomor der 30er Jahre in der Ukraine aufarbeiten. Wie Stalin sei auch Putin an einer westlich orientierten Ukraine nicht interessiert. Russen und Ukrainer seien durch Verwandtschaftsbeziehungen miteinander unmittelbar verbunden. Von der Wahl Zelenskijs zum neuen ukrainischen Präsidenten ist Applebaum verunsichert. Die Lage im Donbass hänge allein von Putin ab. Er habe entweder die Möglichkeit, sich aus diesem Gebiet zurückzuziehen oder es zu annektieren. Solange Putin an der Macht sei, habe die Welt mit Spannungen und Eskalationen von Seite Russlands zu rechnen. In der Ukraine gibt es offenbar auch Kreise, die der Ansicht sind, dass das Land auf die Separatistengebiete von Donezk und Luhansk verzichten könnte. Im Unterschied zu Russland sei die Ukraine ein demokratisches Land, in dem die Mitglieder der Zivilgesellschaft nicht davor zurückschreckten, ihre Meinung frei zu äussern. Die Ukrainer seien eine sehr widerstandsfähige Nation, auch wenn viele von ihnen im Ausland lebten und arbeiteten.
Es wäre jetzt höchste Zeit, ein Buch darüber zu schreiben, wieviele Menschen Putin töten liess und wieviel Geld er gestohlen hat.

https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/Die-Ukraine-ist-ein-sehr-widerstandsfaehiges-Land

Buch "Roter Hunger" von Anne Applebaum  II  III

 

 

 

Mai  2019

RUSSLAND

Wer ist die "schoafe" Russin im Strache-Video?   II  III  IV  V   VI  VII   VIII  IX (russ.)   X  Xa  Xb  Xc (russ.)  Der FPÖ-"Ostexperte" J. Gudenus  Straches Russland-Liebe  II
Russland bleibt im Europarat  II
Wie Moskau versucht, seinen Müll zu entsorgen
Russland versucht, sich mit fake news offenbar verstärkt in Europa-Wahlkampf einzumischen
Syrische Assad-Armee bombardiert mit Hilfe der russischen Luftwaffe Idlib und riskiert zahlreiche zivile Opfer   II  III    IV 
Neue Verhandlungen Russlands mit Niederlande und Australien in Sachen MH17 geplant
Weissrussland bekommt von Moskau neue Jets
Russland und das zwiespältige Gedenken an den Zweiten Weltkrieg
9.-Mai-Parade mit Putin-Ansprache in Moskau  II  III (russ.)  IV (russ.)  V (russ.)
Trump verweigert Herausgabe des vollständigen Mueller-Russland-Berichts
Verheerendes Flugzeugunglück in Moskau    II  III    IV
2 neue Bücher über Russland (Aust und Teltschik)



Osteuropa

Denkwürdige Amtseinführung Wolodymyr Zelenskyjs als Präsident der Ukraine   II  III  IV  V  VI  VII  VIII  VIHroisman zurückgetreten (ukr)
Russische Presse:  I  II  III  IV  V  VI  VII  VIII (ukr.)
Ukraine-Länderanalyse Nr. 217 über Präsidentschaftswahlen und russische Pässe (pdf)
Der bulgarische Politologe Ivan Krastev über die EU  II  III
Kroatien verstösst gegen Völkerrecht bei Rückschaffung von Flüchtlingen
Zelenskij will Krim befreien
Welche Rolle spielt Kolomojskij?
Regierungskoalition in der Ukraine zerbricht
Polnische Opposition im EU-Wahlkampf
Wer ist Janusz Korwin-Mikke?  II  III  IV
Polen lädt israelische Delegation im Eigentum-Streit aus  II
Rechtsextreme in Polen marschieren gegen Holocaust-Entschädigung
Polnische Richterin Gersdorf wegen ihres Muts ausgezeichnet
Ungarn: Wie die Fidesz-Regierung ihre Kritiker einschüchtert
Proteste gegen neue Justizministerin in Tschechien
Neue Gewaltproteste in Albanien  II
Weissrussland: Leben in der radioaktiv verseuchten Sperrzone
Präsidenten-Stichwahl und Rücktritt des Regierungschefs in Litauen  II  III  IV
Orbáns Griff nach der Wissenschaft

Rumänien: Zweikampf um den Rechtsstaat
Ukraine stellt Bedingungen an Europa
Trump-Team will Ukraine-Connection von Joe Bidens Sohn duchleuchten

Urteile im "Putschprozess" von Montenegro   II

Sozialdemokrat Stevo Pendarovski ist neuer Präsident von Nordmazedonien
Anne Applebaum über die Ukraine
Nicht nur Putin verteilt in der Ukraine russische Pässe   II
Millionen Ukrainer wandern in den Westen aus  II
Interview mit Kosovo-Präsident Hashim Thaci

Verleumdungskampagne gegen das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien  II  III    IV  V

 

 

 

Topthemen des Monats April 2019:

 

Neue Stufe der Eskalation im Ukraine-Russland-Konflikt:
Kreml will russische Pässe an Bewohner des Donbass ausgeben. Er erwägt sogar, künftig allen Ukrainern schneller russische Pässe auszustellen. Damit heizt Putin die Ukraine-Krise und die internationalen Spannungen rund um diesen Konflikt gefährlich weiter an. Nun will Zelenskyj den Russen die ukrainische Staatsbürgerschaft verleihen.
Drei Tage nach dem Wahlsieg Zelenskyjs provoziert Putin die Ukraine aufs Neue und nutzt das Machtvakuum in Kiev wie erwartet zu seinen Gunsten. Per Dekret kündigte der Präsident Russlands an, den Bewohnern des besetzten Donbass aus "humanitären Gründen" und zum "Zwecke der Verteidigung der Menschen- und Freiheitsrechte" im erleichterten Verfahren russische Pässe ausstellen zu wollen. Mehrere EU-Staaten kritisierten den Entscheid des Kremls scharf. Die Russen argumentieren, dass auch Polen, Rumänien und Ungarn Ukrainern Pässe ausstellten. Die Handlungen Putins gelten im internationalen Völkerrecht als feindseliger Akt gegenüber einem fremden Staat. Das ukrainiche Parlament rächte sich mit der Annahme eines verschärften Sprachengesetztes, das das Ukrainische gegenüber dem Russischen klar vorzieht.
Zelenskyjs Wahlteam reagierte scharf und forderte die Welt auf, die Sanktionen gegen Moskau zu verschärfen. Das "neue" Geschirr zwischen Moskau und Kiev ist somit schon zerschlagen. Mit hinterhältigen Tricks versucht Putin, sich die Ukraine zu "schnappen", was vermutlich noch sein Lebensziel sein dürfte. Beobachter befürchten, Putin, dessen Popularität wieder im Keller ist, könnte mit dem neusten Schritt eine Annexion des Donbass vorantreiben oder zumindest eine Situation schaffen, wie sie in den Fällen Transnistriens, Abchasiens und Südossetiens schon seit Jahren besteht. Es wird für den künftigen ukrainischen Staatschef wohl schwieriger werden, einen Schritt in Richtung Dialog auf Russland zuzumachen, selbst wenn er es wollte, denn Putin hat es verbaut. Aber Zelenskyj dürfte Putin in keiner Weise das Wasser reichen können. Die klare Absicht Putins ist, ihn von Anfang an unter Druck zu setzen, mit unabsehbaren und fatalen Folgen. Denn Putin wird von einem schwachen ukrainischen Präsidenten ausgehen. Die russische Regierung erwartet von dem neuen Staatschef nichts Neues und hat für ihn nur Hohn und Spott übrig. Dennoch ist die Situation in der Ukraine für sie noch schwer einzuschätzen, bis der neuen Präsident im Amt Profil zeigt. Die Ukrainer könnten ihren vermutlichen Fehlentscheid bei der Wahl eines neuen Präsidenten noch schwer bezahlen, denn auch Poroschenko hat eine harte Opposition angekündigt, sollte seine Partei bei den nächsten Wahlen wieder ins Parlament kommen. Es besteht die Gefahr, dass sich die ukrainische Parteienlandchaft erneut zersplittern und neu aufteilen könnte.
Beobachter warnen von einer Übernahme der Ukraine oder zumindest vor einer Annexion des Donbasses. Die Ukraine scheint Russland schutzlos ausgeliefert, denn Putin geht davon aus, dass der Westen die Ukraine militärisch nicht verteidigen wird und er also auch keine Rücksicht auf die Meinung im Westen nehmen muss.
Eine Möglichkeit für die Ukrainer, den Konflikt loszuwerden, könnte doch darin bestehen, den Donbass abzuschreiben, trotz der dort lagernden Kohle, und die neue Grenze mit einem befestigten und militärisch gesicherten Wall abzuriegeln. Zumal es in den Minen und Schächten der Ostukraine häufig Unfälle gibt. Denn der Donbass ist wie die Krym für die Ukraine sowieso verloren. Wer nicht schon von dort geflüchtet ist und in die Ukraine übersiedeln möchte, sollte dies in erleichterter Weise tun können. Das ukrainische Parlament reagierte mit einer Stärkung der ukrainischen Staatssprache zu Ungunsten des Russischen.
https://www.spiegel.de/russische-paesse-im-besetzten-donbass
https://www.zeit.de/ostukraine-einbuergerung-dekret
https://www.tagesschau.de/ausland/russische-staatsbuergerschaft-reaktionen
https://www.welt.de/Selenski-fordert-Verschaerfung-der-Sanktionen-gegen-Russland
https://www.kommersant.ru/doc/3954431
http://www.kremlin.ru/acts/news/60358
Wolodymyr Zelenskyjs rätselhafte Putin-Strategie
https://www.tagesschau.de/ausland/selenskyj-kolomojskyj
https://www.spiegel.de/putin-will-allen-ukrainern-zugang-zu-russischen-paessen-erleichtern
https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/putins-provokation-zum-amtsantritt
В Украине принят закон об исключительном использовании украинского языка во всех сферах общественной жизни  II
https://www.spiegel.de/selenskyj-will-russen-die-staatsbuergerschaft-verleihen
Putins unheimliche Umarmung der Ukraine
Millionen Ukrainer wandern in den Westen aus

 

Ukraine:
Es ist kein Witz. Zelenskyj ist neuer Präsident der Ukraine geworden, mit 73% der Stimmen.
Der populäre ukrainische Komiker soll den zum Scheitern verurteilten Staat retten, zumindest reformieren und erneuern. Man stelle sich vor, Jan Böhmermann würde Präsident der Bundesrepublik Deutschland oder Emil Steinberger Bundesrat in der Schweiz. Die Wähler der Ukraine haben die Politik somit definitiv ad absurdum geführt. Für Putin bedeutet das Verdikt, dass die Politik Poroschenkos gescheitert ist. Entweder es passiert ein Wunder oder der kometenhafte Politneuling, der aus dem Nichts kam, wird bald an den Realitäten des noch stark postsowjetisch geprägten Landes kläglich zugrunde gehen, was wahrscheinlicher ist. Es reicht nicht aus, sich einfach als Anti-Poroschenko zu deklarieren. Dem Schauspieler fehlt nicht nur die politische Erfahrung, sondern auch jegliche Glaubwürdigkeit als Staatsmann. Die hohen Erwartungen seiner Wähler wird er nicht erfüllen können. Er könnte als tragische Figur in die Geschichte eingehen.
In erster Linie wurde Zelenskyj gewählt, um Poroschenko loszuwerden. Die grosse Frage ist, wie Russland auf die neue Lage in der Ukraine reagieren wird. Während die halbe Welt Zelenskyj zum Wahlsieg pflichtgemäss gratulierte, weigerte sich der Kreml, dies zu tun. Putin dürfte das Machtvakuum in der Ukraine nutzen, um dem Land weiter Schaden zuzufügen, bevor Zelenskyj neue Strukturen schafft.
Während ausser Lviv alle Regionen für Zelenskyj stimmten, haben die Auslandsukrainer mehrheitlich Poroschenko wiedergewählt. Obwohl die Ukraine mit ihm mehr schlecht als recht fuhr, war dieser von aussen gesehen eigentlich der perfekte Präsident für dieses Land gewesen: europäisch und westlich orientiert, ukrainisch-patriotisch, moskaukritisch, reichlich demokratisch veranlagt. Aber er war zu wenig reformfreudig, was zu einer Stagnation führte. Nun, der neue Präsident Zelenskyj könnte wie in Deutschland oder Österreich sich als eine über der Tagespolitik stehende moralische Instanz definieren; aber er hat mit der Ukraine offenbar anderes vor: er will das politische System der Oligarchen zerschlagen und die Korruption bekämpfen. Es wird ein riskantes Experiment der besonderen Art, zum unvermeidlichen Scheitern geradezu hervorragend vorbestimmt. Denn ernsthafte Visionen und Projekte für echte Reformen sind nicht bekannt. Wie weit das ganze Vorhaben des Schauspielers ein genialer Streich war, um an die Macht zu kommen, wird sich bald herausstellen. Auch befindet sich die Ukraine infrastrukturell Lichtjahre von europäischen Standards entfernt. Eine EU-oder NATO-Beitrittsperspektive gibt es für die Ukraine nicht. Aus der Sicht des Westens besteht die wichtigste Aufgabe der Ukraine darin, den Transit russischen Gases sicherzustellen, ihr weiterer Sinn besteht vielleicht noch darin, als Absatzmarkt und als Pufferzone zu dienen. Auch die Oligarchen werden der Ukraine bestimmt erhalten bleiben.

Результати виборів
 
I  II  III  IV  V  VI  VII  VIII  IX  X   XI   XII  XIII (ukr.)
Russische Presse: I  II  III  IV  V  VI  VII

Вечер с Владимиром Соловьевым от 21.04.2019
Вечер с Владимиром Соловьевым от 22.04.2019
Вечер с Владимиром Соловьевым от 23.04.2019
Вечер с Владимиром Соловьевым от 24.04.2019
Коломойский на росТВ рассказал, как помогал Зеленскому советами
Putin will Beziehungen mit der Ukraine wiederherstellen
Putins Pass-Provokation

 

Russland-USA:
Der lange erwartete Mueller-Russlandbericht ist veröffentlicht. Wird er mehr als Schall und Rauch bedeuten?
Bevor der 448-seitige Bericht ins Internet gestellt wurde, gab US-Justizminister Barr eine Pressekonferenz, in der er einige Erläuterungen zum Bericht machte. Er bestätigte, dass Trump durch den Mueller-Bericht entlastet sei, dass es keine Absprache des Trumpteams mit den Russen gab, dass Russland sich aber in die US-Wahlen eingemischt habe bzw. einmischen wollte. Zur Frage, ob Trump die Justiz behindert habe, enthält der Bericht keine eindeutige Aussage, trotz einiger kritischer Andeutungen von Mueller. Die Demokraten halten die Publikation für eine "peinliche Propaganda-Darbietung" und gehen mit dem Justizminister hart ins Gericht. Sie wollen einen ungeschwärzten Text erzwingen. Trump selbst verurteilte diverse Aussagen des Berichts als "kompletten Schwachsinn". Der politische Streit zwischen Demokraten und Republikanern wird wohl weitergehen. Der Kreml reagiert gelassen mt gewohnter Arroganz und weist jegliche Vorwürfe als unbewiesen und unbegründet zurück.
US-Justizminster sieht Trump duch den Mueller-Bericht entlastet, aber Russland hat sich in die US-Wahlen eingemischt    II  III  IV  V  VI  VII  VIII  IX  X  XI  XII  XIII  XIV
Der Bericht (pdf, engl.)  II

Ein misslungener Versuch, Trump zu bodigen


In Osteuropa steht es schlecht um die Pressefreiheit, sehr schlecht, trotz einigen Verbesserungen:
Pressefreiheit in Osteuropa leidet unter Hetze, Unterdrückung, Angst und Mord
"Reporter ohne Grenzen" schlägt Alarm. In den meisten Ländern der Welt hat sich die Lage der Pressefreiheit verschlechtert. Die neuste Rangliste zeigt auch, wie schlecht es um die Pressefreiheit in manchen Ländern Osteuropas steht.
Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich in der neuen Rangliste der Pressefreiheit am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa: die EU-Mitglieder Malta, Tschechien und Slowakei sowie das Balkanland Serbien (76,-10). In  der Slowakei (Platz 27, -10) wurde ein Journalist ermordet. Mit Polen (58) rutscht ein führendes EU-Land weitere vier Plätze auf Rang 58 ab. Ungarn befindet sich auf Platz 73 (-2). In diesen Ländern werden Journalisten unverhohlen wie Feinde behandelt. Auch in Tschechien  (34, -11) ist der Journalismus von Seiten des Staatspräsidenten unter Druck geraten. Auch Bulgarien (111, -2) wurde von "Reporter ohne Grenzen" auf rot geschaltet, denn auch dieses Land hat einen tragischen Journalistenmord zu verzeichnen. In Russland (148) verbreiten die staatlichen Medien unablässig Regierungspropaganda. Unabhängige Medien werden massiv bedrängt und finanziell ausgetrocknet, ausländische Medien können inzwischen als „ausländische Agenten“ gebrandmarkt werden . Mehr als 40 Journalisten und Blogger wurden 2017 zu Haftstrafen verurteilt und fünf zwangsweise in die Psychiatrie eingeliefert. Täglich blockieren die Behörden Dutzende Webseiten. In Belarus (155, -2) hat die Regierung mit Repression auf Proteste der Opposition reagiert. 2017 wurden dort mindestens 100 Journalisten kurzzeitig festgenommen und mehr als 60 von Gerichten verurteilt, weil sie für Medien mit Sitz im Ausland arbeiten.
Lediglich die Ukraine hat sich um einen Punkt verbessert, blieb aber dennoch auf dem miserablen Rang 101 sitzen. Moldawien ist einen Punkt auf Rang 81 nach hinten gerutscht. Verbessern konnten sich auch Rumänien (44, +2), Albanien (75, +1), Kosovo (78, +4), Montenegro (103, +3), Nordmazedonien (109, +2), Slowenien (23, +5), Kroatien (69, +15), Bosnien-Herzegowina (62, +3) und Lettland (24, +4), während Litauen (3) und Estland (12) unverändert blieben. Katastrophale Verhältnisse in Sachen Pressefreiheit herrschen nach wie vor in den islamischen und zentralasiatischen Republiken Kasachstan (158, -1), Usbekistan (165, +4), Kirgistan (98, -9) und Tadschikistan (149) sowie Aserbaidschan (163, -1), die als halbdemokratische oder autoritäre/diktatorische Staaten gelten, während  in Georgien (61, +3) und Armenien (80, -1) die Lage etwa gleich geblieben ist. Am schlechtesten schneidet Turkmenistan mit dem hoffnungslosen 178. Rang in "guter" Gesellschaft mit Vietnam, VR China, Syrien, Eritrea, Nordkorea und Grenada ab. Die Entwicklung der Pressefreiheit hat unmittelbare Folgen für die Lage der Demokratie und des Rechtsstaats in den erwähnten Ländern. Die Pressefreiheit steht aber auch in zahlreichen Ländern des Westens unter Druck. So sind die USA um zwei Ränge hinter Rumänien auf Platz 45 zurückgerutscht.
Rangliste 2018
Reporter ohne Grenzen II
Pressefreiheit in Osteuropa - Vorwärts in die Vergangenheit? 
II
Pressefreiheit in Russland  II

 

Russland:
Wann folgt der grosse Knall in Russland?
Putins und Medvedevs Popularität ist wieder am Sinken. Russland scheint in der Sackgasse zu stecken. International isoliert, verstärken sich auch die innenpolitischen Probleme, die Wirtschaft stagniert, der Rubelkurs fällt, die einflusslose Bevölkerung ist am Verarmen und zutiefst frustriert. Die Löhne sind klein. Ausser den kleinen Renten gibt es in Russland keine staatlichen Sozialversicherungen, jedermann ist seinem eigenen Schicksal überlassen und auf sich selbst angewiesen. Die jüngsten Verhaftungen von diversen superreichen Führungsfiguren und einem amerikanischen Investor geben zu denken. Nach Umfragen hat die Regierung Medvedevs keine Mehrheit mehr. Wie lange kann Russland diesen lethargischen Zustand noch ertragen? Wann kommt der grossen, wohl unvermeidliche Knall? Um seine abhanden gekommene Autorität zu stärken, verhängte Medvedev zwei Tage vor den Wahlen neue Sanktonen gegen die Ukraine.
Medvedevs undankbarer Job auf verlorenem Posten

Медведев прокомментировал дела Михаила Абызова, Виктора Ишаева и Майкла Калви
Абызов и Ишаев арестованы. Россия за неделю  II  III  IV
http://anticorr.media
Интервью Дмитрия Медведева телекомпании НТВ (17.2.2019)
Медведев ввел новые санкции против Украины накануне выборов
Schleichende Ausgrenzung Russlands?
Russland: Die fetten Jahre sind vorbei

 

Angst in Weissrussland vor Annexion:
Dissident Wladimir Mazkewitsch warnt vor Annexion Weissrusslands durch Putin
In einem öffentlichen Appell wirft der weissrussische Philosoph und Dissident Wladimir Mazkewitsch dem autoritären Präsidenten Lukaschenko vor, sein Land in die Sackgasse geführt, die Kontrolle darüber verloren und es der Gefahr ausgesetzt zu haben, von Russland annektiert zu werden.
Lukaschenko habe in Weissrussland Machtverhältnisse geschaffen, in denen die Menschen ohne Initiative, verantwortungslos und nicht in der Lage seien, ohne seine direkte Anweisung unabhängige Entscheidungen zu treffen. Die autoritäre Methode des Richtlinienmanagements habe aber Beschränkungen und Grenzen, die bereits erreicht worden seien. Lukaschenko entferne jemanden mit viel Lärm aus der Position und ernenne nach einer Weile den gleichen Beamten in eine andere Position. Untr diesen Umständen werde dieser Beamte bestimmt nicht lernen, unternehmungslustig zu werden, da er auch in der neuen Position vom Präsidenten weiterhin gedemütigt und beleidigt werde. Das Land werde nicht regiert, sondern gehe seinen Gang aufgrund allgemeiner Trägheit. Lukaschenko habe die Nation und Gesellschaft in eine passive, stimm- und willenslose Bevölkerung verwandelt. Das Land hinke der allgemeinen Entwicklung der Welt katastrophal hinterher. Der Präsident habe durch seine Politik das Volk seiner Souveränität beraubt und sich selbst die gesamte Souveränität dieses Volkes angeeignet. Lukaschenko sei jetzt schon 25 Jahre an der Macht, obwohl ihre Legitimität im Grunde schon 1999 beendet gewesen sei. Die Gefahr der Herrschaft dieses "kompetenten und erfolgreichen Diktators" bestehe darin, dass Belarus seine Souveränität bald verlieren könnte, da die Entscheidungen über dieses Land nicht mehr in Minsk, sondern anderswo gefällt würden. Objektiv gesehen müsse Russland Belarus zwar nicht annektieren, aber Putin könnte einen solchen Schritt durch Verfassungsänderung erwägen. Solche Absichten seien offenbar bereits vorhanden. Mazkewitsch vermutet, dass Putin Lukaschenko heimlich ein Ultimatum gestellt habe, hoffe es aber nicht. Es sei nicht akzeptabel, dass das Volk nicht erfahre, was hinter den Kulissen passiere.
Dissident Vladimir Mazkewitsch warnt vor Annexion Weissrusslands durch Putin  II  III
Handelsstreit zwischen Russland und Weissrussland  II (russ.)  III  IV

Лукашенко боится не Запада, а внутренних волнений
Судьба Беларуси уместилась у Путина в одну фразу
Виктор Лукашенко стал первым вице-президентом
Weissrussland bemüht sich um Annäherung an EU
Wer in Weissrussland vvon den Europaspielen profitiert
Das ist der weissrussische ESC-Beitrag

 

Ukraine:
Präsidentschaftskandidaten konnten sich bisher nicht auf Datum für Rededuell einigen
Vor der entscheidenden Stichwahl an Ostern lieferten sich die Kontrahenten bisher nur Monologe statt Rededuelle. Poroschenkos Stadionauftritt verkam zur Farce, denn Zelenskyj erschien nicht. Ob er sich vor einem Rededuell fürchtete, ist unklar. Zelenskyj sagte, er wolle eine Begegnung mit Poroschenko erst an Karfreitag. Poroschenko kriegt seinen Herausforderer nicht zu fassen und stellt Bedingungen, wie Zelenskyj auch. Nach Umfragen wollen etwa 50 Prozent Zelenskyj wählen. Dennoch kann sich noch niemand eine Präsidentschaft Zelenskyjs richtig vorstellen. Werden die Ukrainer die Katze im Sack kaufen? Die komisch-egozentrischen Sätze, die der politische Dilettant bisher ausstiess, geben einen dumpfen Vorgeschmack, mit welchen Peinlichkeiten zu rechnen sein wird. Die Ukraine läuft Gefahr, zur Spottnummer zu verkommen. Inzwischen führt Zelenskyj bei Umfragen mit über 70%.
Skurriler Wahlkamf zwischen Oligarch und Fernsehstar
https://derstandard.at/Poroschenko-fuehrt-Debatte-ohne-Gegner
https://www.srf.ch/poroschenko-allein-auf-podium
https://www.welt.de/debatte/Wofuer-steht-Wolodomir-Selenski
Дебати Петра Порошенка на НСК «Олімпійський» 14.04.19  II
https://www.faz.net/wahlkampf-in-der-ukraine-selenskyj-laeuft-poroschenko-davon
https://iz.ru/solo-na-debatakh-zachem-petr-poroshenko-podiskutiroval-sam-s-soboi
http://ukraine-journal.de/poroschenko-erklart-sich-bereit-zur-debatte-mit-selenski-am-19-april
https://www.youtube.com/watch?v=i0p5y9vjS08
https://www.youtube.com/watch?v=g2YBg1_zCcE
https://www.youtube.com/watch?v=nzNtmuPQUSY
https://www.youtube.com/watch?v=ZH1IaksgNB0

Neuanfang in der Ukraine gesucht
Russland stoppt Export von Erdölprodukten in die Ukraine
Медведев ввел новые санкции против Украины накануне выборов
Stadionsdebatte vom 19. April    II  III    IV  V (russ.)  VI (russ.)  VII (russ.)  VIII  IX 
Russland droht Ukraine mit Ölboykott

https://de.wikipedia.org/wiki/Diener_des_Volkes_(Fernsehserie)

 


April 2019

RUSSLAND

Schleichende Ausgrenzung Russlands?
Russland lieferte verunreinigtes Öl nach Westen
Kim will noch im April Putin treffen  II  III
US-Justizminster sieht Trump duch den Mueller-Bericht entlastet, aber Russland hat sich in die US-Wahlen eingemischt    II  III   IV  Der Bericht (pdf, engl.)
Kirche und Staat in Russland (SWP-Studie)
Putins Pass-Provokation
Putin will Beziehungen mit der Ukraine wiederherstellen
Medvedevs undankbarer Job auf verlorenem Posten
Putin und die Deutschen (Film ZDF)
Luzius Wildhaber kritisiert Druck Russlands im Menschengerichtshof
Mueller-Russland-Bericht soll am Donnerstag veröffentlicht werden
Russland-Länderanalyse Nr. 369 über 5 Jahre seit der Krimkrise (pdf)
Russland kritisiert US-Iranpoltik als rücksichtslos
Wieder Proteste in Serbien gegen Vucic
Russland will eigenes Internet schaffen
Russische Marine veranstaltet in Kaliningrad Manöver mit schwerem Gerät  II
Wie Putin der Armut die kalte Schulter zeigt
Wie Putin mit seiner sinkenden Popularität zurechtkommen soll
Estnische Behörden verweigern russischem Übungssegelschiff Einfahrt in Tallinner Hafen    II    III
Libyscher Aussenminister bittet Putin um Hilfe
Russland gewinnt gegen Ukraine bei WTO bei Gütertransitstreit
Erstes Urteil gegen Diskriminierung von Transgender in Russland
US-Justizminister will Ursprünge von Russland-Ermittlungen untersuchen
Russland verurteilt in der causa Navalnyj
Russland reagiert auf provokante ZDF-Anmoderation über "Einmarsch" in Estland

Europarat kann weder mit noch ohne Russland
Neues im Fall der Ermordung Galina Starovojtovas (russ.)
Russland wollte AfD-Politiker beinflussen  II

Was ist und was macht die "East StratCom Task Force" ?
So absurd wird die EU in der russischen Presse dargestellt

Russland soll sich zu MH-17-Abschuss äussern
Wurde Muellers Bericht durch Barr verharmlost?
NATO-Chef Stoltenberg warnt vor Russland
NATO kündigt stärkere Präsenz im Schwarzen Meer an

Solowki erwacht zu neuem Leben  II  III


Osteuropa

Rechtsstaat in Osteuropa in Gefahr
Jüri Ratas von Präsidentin Kaljulaid erneut mit Regierungsbildung beauftragt